Dennis Bühler – Journalist

Recherchen, Reportagen, Portraits, Interviews und Analysen zu Politik, Medien, Gesellschaft und Sport

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Ein Pirat ohne Beute

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Der neue Präsident der Schweizer Piratenpartei will ähnliche Erfolge feiern wie seine deutschen Kollegen. Geht das?

Eine Analyse, erschienen am 12. April 2012 in der ZEIT Schweiz.

Ort der Handlung ist ein schmuckloses Restaurant gleich neben den Geleisen des Bahnhofs Winterthur. Thomas Bruderer sitzt inmitten seiner dunkel gekleideten Mitstreiter, trinkt Eistee und isst Pizza. Es ist ein kalter, windiger Abend Mitte Oktober 2011, der letzte Piratenstammtisch vor den Schweizer Parlamentswahlen. Noch ist Bruderer nur die kantonale Nummer zwei der Piratenpartei, auf der Nationalratsliste gleich hinter dem Spitzenkandidaten aufgeführt. Und doch hat Bruderer Angst, er könnte gewählt werden. »So war das nie geplant«, sagt er.

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Written by Dennis Bühler

16. April 2012 at 16:00

Veröffentlicht in ZEIT Schweiz

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Weiss statt Schwarz

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Das Ende des Bankgeheimnisses ist nah: Im Steuerstreit bleibt der Schweiz nur der geordnete Rückzug – wie 1515 bei Marignano.

Ein Kommentar, erschienen am 7. März 2012 auf der Facebook-Präsenz der ZEIT Schweiz.

Manch Übereifriger hat den Streit zwischen der Schweiz und den USA in den vergangenen Wochen zum Steuerkrieg hochstilisiert. Solche Begrifflichkeiten sind mit Sicherheit übertrieben, sitzt man doch auch in Zukunft am Verhandlungstisch und nicht im Schützengraben. Dennoch: Wagen wir den Gedankengang und überlegen uns, welche Optionen der Schweiz in dieser „Schlacht“ bleiben.
Vor 497 Jahren sahen sich die Eidgenossen in der Schlacht von Marignano einem Feind gegenüber, der zahlenmäßig überlegen war, der aber auch wusste, dass die Schweiz wenig in der Hinterhand hielt. Gleich verhält es sich in der gegenwärtigen Steuerdebatte: Die Niederlage der Schweizer, geschwächt nicht nur durch erzwungene Zugeständnisse in der jüngeren Vergangenheit, sondern auch ungeeint im öffentlichen Auftritt, ist absehbar.

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Written by Dennis Bühler

7. März 2012 at 12:10

Veröffentlicht in ZEIT Schweiz

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Prominente prominenter machen

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Vom Geschäft mit Buchstaben zum Unterhaltungskonzern: Der Ringier Verlag berät Sportler, Models und Moderatoren, über die seine Blätter schreiben. Kritiker sehen die publizistische Freiheit gefährdet – und damit die Glaubwürdigkeit einer ganzen Branche.

Die Analyse eines umstrittenen Geschäftsmodells, geschrieben im November und Dezember 2011 am maz – Die Schweizer Journalistenschule (unveröffentlicht).

In einem grossen, zweiseitigen Interview  bot der SonntagsBlick Fabian Cancellara im April 2011 an prominentester Stelle – gleich in den ersten zwei Fragen – Gelegenheit, um für sein neu erschienenes Buch zu werben. „Journalistisch ist das absolut korrekt“, sagt Ringier-Kommunikationschef Edi Estermann. „Wir berichten regelmässig über Prominente, die ein neues Buch oder eine CD herausbringen. Das hat nichts mit Pool Position zu tun.“

Mirjam Jäger, eine auch bei Sportinteressierten nahezu unbekannte Freeskierin, erhielt im Blick im Dezember 2010 eine grosse Plattform. Titel der ganzseitigen Geschichte mit Bikini-Fotos: „Heisse Mirjam – Jägerin auf Goldpirsch.“ Untertitel: „Ihr Anblick bringt die eisigste Piste zum Schmelzen: Freeski-Schönheit Mirjam Jäger kann unser neues Golden-Girl werden.“ Eine Anmerkung, dass Jäger bei Pool Position und damit Ringier unter Vertrag steht, fehlte. „Korrekte Vorgehensweise“, sagt Estermann. Sollte im Sinne der Transparenz gegenüber den Lesern nicht auf das vertragliche Verhältnis hingewiesen werden? „Wenn es die Redaktion als notwendig erachtet, wird dies gemacht.“

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4. Dezember 2011 at 12:00

Veröffentlicht in unpublizierte Texte

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Das Superwahljahr beginnt turbulent

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HAMBURG Am kommenden Sonntag wird der Sozialdemokrat Olaf Scholz zum neuen Bürgermeister von Hamburg gewählt. Sämtliche Prognosen sagen der CDU eine schwere Wahlschlappe voraus.

Eine politische Analyse aus Hamburg, geschrieben gemeinsam mit Dominic Wirth und erschienen am 18. Februar 2011 in der Neuen Luzerner Zeitung.

Unermüdlich hat Christoph Ahlhaus Wochenmärkte besucht, Hände geschüttelt, mit den Menschen geplaudert. Er hat sich nach ihrem Wohlbefinden erkundigt und oft gehört, dass die Zeit reif sei für einen Regierungswechsel. Hamburg hat genug von der CDU, genug von Christoph Ahlhaus. Als Bürgermeister der zweitgrössten deutschen Stadt hat er in den vergangenen Monaten fast alles falsch gemacht. Erst posierte er mit Ehefrau Simone in nobler Abendkleidung im feinen Hotel Vier  Jahreszeiten für die Klatschzeitschrift «Bunte». Dann gestand er, seine Gattin nun «Fila» zu nennen – für First Lady. Ein  Gebaren, das so gar nicht zur hanseatischen Zurückhaltung passt. Die CDU steuert bei der Bürgerschaftswahl vom Sonntag auf eine historische Niederlage zu.

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Written by Dennis Bühler

18. Februar 2011 at 12:00

Veröffentlicht in Neue Luzerner Zeitung

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Für guten Fussball fehlt das Geld

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Der FC Stäfa ist in die 3. Liga abgestiegen, der FC Küsnacht kann nicht mehr an frühere Leistungen anknüpfen: Der Fussball fristet an der Goldküste zunehmend ein Schattendasein.

Eine sportliche Analyse, erschienen am 08. Juli 2010 im Tages-Anzeiger.

Im Sommer 2007 gelang dem FC Küsnacht ein Exploit, wie er am rechten Seeufer zur Rarität geworden ist: Nach 19 Saisons in den Niederungen des Zürcher Amateurfussballs stieg der Verein pünktlich zum 100-Jahr-Jubiläum in die 1. Liga auf. Allerdings zeigte er sich in der höheren Spielklasse zumeist überfordert, und schon am Ende des Jahres stand der direkte Wiederabstieg fest. Seither hat sich der FCK zweimal im Tabellenmittelfeld der 2. Liga interregional klassiert. Ein erneuter Aufstieg in die 1. Liga scheint momentan in weiter Ferne. So haben sich die Zeiten geändert: In den Sechzigerjahren war der FCK noch fast permanent in der obersten Amateurliga vertreten gewesen, ebenso in den Achtzigern. Noch deutlich düsterer sieht es beim FC Stäfa aus.

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Written by Dennis Bühler

8. Juli 2010 at 12:00

Veröffentlicht in Tages-Anzeiger

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